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Zeitkritische Anwendungen, die eine entsprechende Mindestbandbreite für die Datenübertragung voraussetzen, werden zunehmend häufiger und wichtiger. Dabei handelt es sich zumeist um zustandsabhängige (TCP) Protokolle wie Internet-Telefonie (VoIP) oder Videokonferenz, sowie verschiedene Protokolle für den Remotezugriff (Mobile Benutzer und Applikationsserver, Fernwartung).
Alle diese Anwendungen haben gemeinsam, dass sie für einen reibungslosen Betrieb eine gewisse Bandbreite der Internetleitung benötigen - und zwar permanent und ohne zeitliche Engpässe! Ein kurzes Absinken der zur Verfügung stehenden Bandbreite führt meist zum Abbruch der Verbindung oder zumindest zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Qualität der Verbindung.
Gibraltar ist in der Lage, den gesamten ausgehenden Datenverkehr zu priorisieren und zu beschränken (Traffic Shaping). So ist der Administrator in der Lage, für zeitkritische Anwendungen und Protokolle eine erforderliche Mindestbandbreite zu garantieren, und weniger kritische Anwendungen zurückzustufen (z. B. Mailverkehr). Mit dieser Funktion ist es auch möglich, die bestehende Internet-Leitung gerecht auf mehrere Benutzer aufzuteilen und zu verhindern, dass einzelne Benutzer die gesamte Internetleitung belegen.
Da man aus technischen Gründen grundsätzlich nur ausgehenden Datenverkehr wirksam gestalten und priorisieren kann ist das Gibraltar Bandbreitenmanagement besonders effektiv in der Regelung des Netzwerkverkehrs zwischen mehreren eigenen Standorten.
Im Gegensatz zu zentralen Traffic-Shaping-Lösungen ist Gibraltar auch in der Lage, zustandslose Protokolle (UDP) zu regulieren. Dadurch ist sichergestellt, dass es zu keinen Überlastungen der Internetverbindung einzelner Unternehmensstandorte durch internen Datenverkehr kommt. |